Ausstellungen

Clervaux - cité de l'image hat die Aufgabe Ausstellungen zu organisieren, die sich mit dem Medium der zeitgenössischen Fotografie befassen.

- es handelt sich hierbei um Wechselausstellungen;

- die Inszenierung findet in Form von Installationen unter freiem Himmel - im öffentlichen Raum - statt: OUTDOOR;

- oder auf traditionelle Art und Weise: INDOOR.


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Fotografie im öffentlichen Raum

In Clervaux entstehen Ausstellungsflächen unter freiem Himmel. Fotografische Installationen bereichern den öffentlichen Raum der Ortschaft. Bilder im Großformat, sind im Stadtzentrum und in der Umgebung zu sehen.

Normalerweise erfreut sich die Kunst eines charakteristischen und genauen Rahmens, reserviert für ihren Empfang. In Clervaux ist dieser Rahmen verändert, verlagert, verschoben. Ein neues Paradigma kommt ins Spiel: der freie öffentliche Raum.

Reicht es aus, die Kunst von drinnen nach draußen zu verlagern?

Technisch gesehen ist vieles möglich - konzeptuell jedoch, ist nicht alles zu verwirklichen. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass nicht jede Kunstform dafür konzipiert ist, im öffentlichen Raum ausgestellt zu werden.

Während der öffentliche Raum die Passanten ohne Differenzierung zu Betrachtern werden lässt, empfängt das Museum lediglich Besucher. Der Unterschied besteht in der Konfrontation der Öffentlichkeit mit dem Kunstwerk: während sie im Museum freiwillig und gewollt ist, beruht sie im Stadtzentrum auf Zufälligkeit.

Die Ausstellung von Fotografien im öffentlichen Raum ist erfolgreich, wenn die Arbeiten betrachtet und erörtert werden. Andernfalls würden sich die Anstrengungen auf eine rein dekorative Wirkung beschränken. Um dieses Risiko auszuschließen, sollte die Kunst auf die Besonderheit des Ortes eingehen. Der Bezug zum Standort kann von formeller Natur sein oder auch einen inhaltlichen Bezug haben. Die Auseinandersetzung mit dem Ausstellungsort begründet das Konzept der Kunst im öffentlichen Raum.

In Clervaux wird der Bezug zum Ort hergestellt durch den Kontext der „cité de l'image". Die Fotografien hinterfragen die Ausdrucksmöglichkeiten des Mediums und erlauben einen Blick auf den städtischen Raum, das ländliche Milieu, auf die lokale Bevölkerung und auch auf die zeitgenössische fotografische Produktion.


In Clervaux funktionieren zurzeit acht verschiedene Standorte als Ausstellungsfläche. Zum Beispiel:


ECHAPPEE BELLE: Angrenzend zum Marktplatz befindet sich am Fuße des Felsens, der die Grundmauern des Schlosses trägt, ein weiterer Standpunkt. Am Felsen angebrachte Stahlstangen - mit einem Beleuchtungssystem ausgestattet - tragen die Fotografien, die sich in beachtlicher Größe ins Stadtbild einordnen.

Der Standort ist einer von 7 Installationen die um das Schloss angesiedelt sind und internationalen Fotografen vorbehalten sind. (Siehe Plan mit eingetragenem Rundgang)


ARKADEN I: Eine Mauer am Rand der Hauptstrasse, gelegen in der Grand-Rue, wird von acht Nischen in Form von Rundbögen unterbrochen. Jede Nische enthält ein Werk. Die ausgestellten Bilder werden ebenfalls während der Nacht beleuchtet. Der Ort charakterisiert sich durch seinen homogenen Rhythmus: die Nischen unterbrechen die Mauer in regelmäßigen Abständen. Die Fotografien durchbohren die kompakten Steine in der Mauer und verwandeln die einfachen Nischen in virtuelle Fenster.


ARKADEN II: In der Montée de l'église befindet sich ein Pendant der Mauer aus der Grand-rue. Allerdings sind hier die Nischen von ganz unterschiedlicher Größe. Während in den Arkaden I bevorzugt serielle Werke in Szene gesetzt werden, zeigen sich die Installationen in den Arkaden II heterogener und weniger streng geordnet. Die Eigentümlichkeit des Standortes erweist sich im Spiel mit den unterschiedlichen Dimensionen der Bilder.


JARDIN DE LELISE: Ein weiterer Garten befindet sich hinter der Kirche, an der Kreuzung zwischen der rue Ley und der montée de l'église. So erklärt sich auch der Name der Ausstellungsfläche "Lélise". Acht Bilder hängen in einem Felsvorsprung.


LES JARDINS DU BRA'HAUS I & II: Die montée du Château führt an den beiden Gärten des alten, ehemaligen Brauhauses vorbei. Links und rechts entlang des Weges, säumen sich zwei zusätzliche Ausstellungsflächen. Die kleine natürliche Gartenidylle wird durch einen zeitgemässen Glasaufzug durchbrochen. Der Aufzug verbindet die Schlossebene mit dem tiefer gelegenen Marktplatz und Zentrum der Ortschaft. Die im Garten aufgestellten sechs Glastafeln zeigen wiederum neue Fotografien. Aus der Distanz betrachtet sind die Glassockel nicht sichtbar und die Bilder scheinen über den Rosenbüschen zu schweben.


LE JARDIN DU PARC: Am Ende der Parkstrasse werden fotografische Projekte von Schülern und Jugendlichen aus der Region ausgestellt.


Die Ausstellungsflächen unter freiem Himmel haben sich im Jahr 2000 im Rahmen des Projektes „Jardins ... à suivre" entwickelt mit der Unterstützung des Programms INTERREG III A WLL und durch die Zusammenarbeit von den Naturparken aus Wallonien, Lothringen und Luxemburg.

In Clervaux werden die Fotografien im Rhythmus von 12 Monaten ausgewechselt.